Einladung zu Tansania-Film und Berichterstattungsabend

Lieber Spender und Interessenten vom Tansania-Projekt

Seit dem anfangs April schnuppern nun alle sieben vom Ex-Tansania Team wieder Schweizerluft. Der Temperaturunterschied war echt krass und wir konnten uns die ersten Tage kaum erwärmen.

Gerne möchten wir Sie/Dich einladen zu einem Film Abend, wo wir Sie/Dich an unseren Erlebnissen teilnehmen lassen möchten. Dazu werden wir eigene Filmsequenzen und Fotos verwenden, die wir gedreht und geschossen haben.

Unser erster Einsatz war von Oktober bis Ende Dezember in der Massai-Steppe. Wir errichteten dort eine Schreinerei, vollendeten einen Hausbau, betreuten kranke Menschen, gaben Unterricht in Handarbeit und lernten einfach auch ganz viel für unser eigenes Leben, nebst der total andern Kultur der Massai. Auch ein Abstecher in einen Nationalpark lag drin.

Ab Januar wirkten wir dann auf der Ozeaninsel mit Namen Mafia, die auch zu Tansania gehört. Hier war das Ziel die Vollendung des Schulgebäudes für die Computerschule. Dazu brauchte es ebenfalls einen Schreinereiaufbau für die Herstellung der Möbel und Weiteres.

Wir freuen uns, wenn Sie an einem der folgenden Anlässe teilnehmen könnten.

Gstaad: Freitag, 11. Juni 2010 um 20.00 h im Kirchgemeindehaus

Langnau i.E. : Samstag, 12. Juni 2010 um 20.15 im CBZ Ilfisbrücke

Danke, dass Sie diesen Einsatz mit Ihren Spenden möglich gemacht haben!

Mit herzlichen Grüssen

Emanuel&Esther, Nathanael&Sarah, Jael, Tirza, Eljakim PERRETEN

 

Mafia News 2

Was ist das für ein Geschrei morgens um vier

Uhr? Sind das die Äffchen, die oft in der Nacht auf dem Dach rumturnen? Das Abtasten zum Lichtschalter gelingt, doch es ist trotzdem erfolglos, denn wieder einmal ist kein Strom vorhanden. Bald entdecken wir die Ursache dieses Lärms: es ist der Muezzin, der vom Minarett aus zu Allah ruft und alle auffordert sich dem Gebet anzuschliessen.

Die idyllische Insel Mafia im Indischen Ozean gelegen, ist zu 97% moslemisch und gehört zu Tansania. Viele Frauen tragen hier Kopfbedeckung oder sind ganz schwarz eingehüllt, sodass nur die Augen aus den Stoffschlitzen zu sehen sind. Wir freuen uns, dass uns die Einheimischen gut gesinnt sind und uns behilflich sind, wenn wir auf dem Markt mit unseren wenigen Wörtern in Suaheli, Gemüse und Früchte erstehen. Wir als Perreten-Familie wohnen in einem 3,5-Zimmer-Haus mit meist fliessendem Wasser. Das Klima ist sehr feuchtheiss. Die Temperatur steigt über Mittag bis zu 40° C und sogar das nahgelegene Meer ist dann unerträglich warm, sodass es keine Abkühlung bringt. In Zusammenarbeit mit dem einheimischen Pastor und tüchtigen Maurern, konnte das geplante Computerschulgebäude fertig gestellt werden. Emanuel arbeitet noch an den letzten Tischen und Bänken in der neu aufgebauten Schreinerei. Diese konstruierten Nathanael und Emanuel mit Mangrovenholzpfeilern und Kokospalmblätter-Dach.

Nun kann Eljakim nächste Woche mit dem ersten Kurs starten, welcher zehn Studienplätze bietet.

Jael und Tirza verteilten im Spital mitgebrachtes Medizinmaterial, an dem es hier überall mangelt. Sie wurden durch jede Abteilung geführt, inklusive Operationssaal und unklimatisierter Leichenhalle. Am meisten sind wir geschockt über die Abfallentsorgung. Jegliches Material (Nadeln, Urinbeutel, Plazentas, etc.) liegt offen hinter dem Spital, zugänglich für jedermann. Obwohl wir den Leuten nie medizinische Hilfe angeboten haben, kommen vorwiegend Kirchenmitglieder zu Jael und Tirza zur Wundbehandlung wie auch um Ratschläge einzuholen.

Esther erteilt einer Frauengruppe (10Personen) Nähunterricht mit einer Tretmaschine. Die Freude ist riesengross, wenn eine Arbeit fertig geworden ist. Eine alte Frau, die fast nichts mehr sieht, jauchzte vor Freude, als sie ihren Namen fertig gestickt hatte!

Wir sind erstaunt, wie gerne die Christen die Kirche besuchen und dort mit Leib und Seele tanzen und singen. Der Gottesdienst beginnt bereits um 7 Uhr morgens und dauert ca. vier Stunden. Von Müdigkeit ist bei den meisten nichts zu sehen! Trotz Hitze und Feuchtigkeit wirken sie gelöst und erfreut den einzig wahren und lebendigen Gott anzubeten.

Während wir weiterhin die Hitze ertragen, befinden sich Nathanael, Sarah und Jael bereits wieder in der verschneiten Schweiz! Wir (Emanuel, Esther, Tirza und Eljakim) werden ihnen um die Osterzeit folgen.

Bis dahin

Kwaheri (Auf Wiedersehen) und Mungu awakubariki (Gottes Segen)